N³ arbeitet gemeinsam mit weiteren Expertinnen und Experten an Themen des Bodenschutzes. Auftraggeber ist das Umweltbundesamt. Der Bodenmarkt ist erheblich in Bewegung – das gilt auch für landwirtschaftlich genutzte Böden. Dazu hat die KBU soeben ein Positionspapier herausgegeben, an dessen Erstellung wir mitwirken konnten. Die KBU fordert die Korrektur von drei gravierenden Fehlentwicklungen:

  1. Europäische Subventionen müssen die Verbesserung der natürlichen Funktionen des Bodens im Blick haben. Der Boden ist Träger von Humus – nicht nur wichtig für die Fruchtbarkeit, sondern auch als Speicher von Kohlendioxid. Der Boden speichert Wasser und hilft, lange Trockenheit wie Starkregen zu puffern. Der Boden ist Heimat von Milliarden von Lebewesen. Noch fokussiert die gemeinsame europäische Agrarpolitik zu sehr auf die bewirtschaftete Fläche. Die laufenden Beratungen in der EU müssen den Schutz des Bodens und seiner Funktionen in den Mittelpunkt stellen. Dies gilt ebenso für die dann folgende Umsetzung in Deutschland.
  2. Das Bodenrecht muss sich stärker am Gemeinwohl orientieren. Bodenspekulation im aktuellen Ausmaß muss bekämpft werden.
  3. Der landwirtschaftliche Bodenmarkt muss so ausgerichtet werden, dass ortsansässige Landwirte Priorität haben. Dazu müssen Lücken im Grundstücksverkehrsrecht geschlossen werden

Lesen Sie mehr zu Ursachen und Entwicklungen im aktuellen Positionspapier „Bodenmarkt und Kapital“ der KBU!

Bei der Erstellung des Positionspapiers der KBU waren auch unsere Projektpartner  Dr. Wilhelm König, Dr. Norbert Feldwisch (Ingenieurbüro Feldwisch)  und Rechtsanwalt Arne Friege (Bergerhoff Rechtsanwälte) beteiligt.

Gemeinsam mit der Akademie Dr. Obladen und den genannten Projektpartnern organisieren wir am 5.12.2019 die KBU-Fachtagung. Thema: „Mit Alexander von Humboldt den Boden neu entdecken“.