Gemeinsam mit der DECHEMA betreut N³ Im Rahmen der BMBF-Förderung für Nachhaltigkeit (FONA) 25 Verbundforschungsvorhaben. Der Titel – „Ressourceneffiziente Kreislaufwirtschaft – Innovative Produktkreisläufe (ReziProK)“ – verrät schon um was es geht: Gesucht sind innovative Lösungen für Produktkreisläufe; die dafür erforderlichen Geschäftsmodelle, Designkonzepte und digitalen Technologien werden entwickelt. Das übergreifende Projekt von DECHEMA und N³ trägt den Namen RessWInn. Aufgaben von N³ sind u.a.

-Unterstützung bei der Nachhaltigkeitsbewertung der Projektergebnisse,

– Innovationstransfer für Ergebnisse aus den Forschungsprojekten,

– Vernetzung mit weiteren Forschungsvorhaben auf nationaler und europäischer Ebene.

ReziProK zielt auf eine Verringerung des Ressourcenverbrauchs ab. Allein in Deutschland wurden lt. Umweltbundesamt im Jahr 2017 statistisch pro Kopf 16,1 Tonnen Rohstoffe konsumiert. Vor dem Hintergrund der ökologischen Folgen des hohen Rohstoffverbrauchs und der nur begrenzt vorhandenen Ressourcen ist es unabdingbar, Produkte, Komponenten und Rohstoffe innerhalb der Wirtschaft so lange wie möglich zu halten und wo möglich Kreisläufe aufzubauen. Bei ReziProk steht die Entwicklung entsprechender Geschäftsmodelle, Designkonzepte und digitaler Technologien im Vordergrund. Die Forschungsergebnisse sollen anschließend möglichst rasch in die wirtschaftliche Praxis und marktfähige Produkte überführt werden. Damit werden deutsche Unternehmen in Deutschland auch im Wettbewerb um ressourcenschonende Produkte und Geschäftsmodelle gestärkt.

Die 25 ReziProK-Verbundforschungsvorhaben adressieren die Förderung des Einsatzes von Rezyklaten u.a. in den Bereichen Baumaterialien, Sekundärkunststoffe und in der Gießerei- und Stahlindustrie. Ferner werden die Verlängerung bzw. Intensivierung der Produktnutzung bearbeitet, etwa für Pumpen, Smartphones, Möbel und Messeaufbauten. Darüber hinaus geht es um die Verbesserung des Recyclings von Elektrofahrzeugen, die Optimierung und den Ausbau von Remanufacturing, sowie übergreifende Entwicklungen auf der Basis von Blockchain-Technologien.

Die Fördermaßnahme ReziProK ist Teil des BMBF-Forschungskonzeptes „Ressourceneffiziente Kreislaufwirtschaft“ und wird vom BMBF mit ca. 30 Mio. € gefördert. Im Rahmen von RessWInn werden Problemstellungen und Ergebnisse u.a. über zentrale Veranstaltungen und Workshops auch der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Darauf werden wir auf unserer Webseite gesondert hinweisen. Seitens N³ sind Peter Wolfmeyer und Henning Friege am Projekt beteiligt.

Wir freuen uns, mit der DECHEMA wieder bei einem wichtigen Vorhaben zusammenarbeiten zu können.